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Kampfmittel

Allgemeine Informationen

Ein großer Teil des Drensteinfurter Stadtgebietes liegt in so genannten Kampfmittelverdachtsgebieten.

Noch heute werden in Drensteinfurt Kampfmittel aus den beiden Weltkriegen entdeckt. Solche Funde können große Schäden anrichten, da oftmals die Sicherheitseinrichtungen durch Korrosion nicht mehr funktionieren, wogegen die Sprengstofffüllungen zumeist zeitlich unbeschränkt funktionsfähig sind.

Gemäß § 16 Absatz 1 Satz 2 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) muss ein Baugrundstück für bauliche Anlagen geeignet sein. Darunter fällt auch die Kampfmittelfreiheit des Grundstücks. Die Kampfmittelfreiheit ist natürlich nur relevant, wenn Arbeiten im Boden vorgenommen werden sollen. Die baurechtliche Pflicht zur Klärung, ob Kampfmittel bei einem zu bebauenden Grundstück konkret zu vermuten sind und die gegebenenfalls erforderliche Veranlassung der Maßnahmen zur Ausräumung dieses Verdachtes, liegt allein in der Verantwortung der Bauherrin beziehungsweise des Bauherrn.

Um Gefahren zu vermeiden ist eine frühzeitige Überprüfung von Baustellen in gefährdeten Bereichen vor Baubeginn sinnvoll.

Verfahrensablauf

Wo und wann ist ein Antrag zu stellen?

Empfohlen wird ein Antrag auf Überprüfung:

  • allgemein für größere zusammenhängende Baumaßnahmen, wie etwa Neubau- oder Gewerbegebiete
  • für alle Baumaßnahmen mit größeren Erdarbeiten.

Die Anträge auf eine Überprüfung von Grundstücken auf mögliche Kampfmittel sind vom Eigentümer, von der Eigentümerin oder deren Vertretungen über den Fachbereich 2 – Planen, Bauen und Umwelt - zu stellen.

Um Bauverzögerungen und gegebenenfalls Baustillegungen zu vermeiden, sollten die Anträge frühzeitig - das heißt mindestens ein halbes Jahr vor Baubeginn - eingereicht werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Bitte reichen Sie neben Ihrem Antrag auch einen Lageplan im Maßstab 1:250, 1:500 oder 1:1000 ein.

Welche Gebühren fallen an?

Luftbildauswertungen, Messwertaufnahmen und Bergung von Kampfmitteln sind für den/die Antragsteller/in gebührenfrei. Es können jedoch Kosten durch die Vorbereitung der abzusuchenden Grundstücksfläche entstehen, z.B. durch das Freiräumen von Bewuchs, Pflasterung, Aufbauten, Einmessen von Geländepunkten und andere erforderliche Maßnahmen.

Was sollte ich sonst noch wissen?


Im Falle des Auffindens verdächtiger Gegenstände, verfahren Sie bitte wie folgt:

  • Fundmunition, auch kleinere Munitionsreste nicht bewegen oder berühren!
  • Stellen Sie eventuelle Arbeiten am Fundort sofort ein.
  • Bitte Abstand halten!
  • Sichern Sie den Fundort ab.

Bei einem Kampfmittelfund bitte immer die nächste Polizeidienststelle benachrichtigen!

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